The poetry of architecture

One can only begin to speak of architecture when buildings are shaped beyond the needs of pure function...

Poetry is not only this unfamiliar smile, that we must lure from sterile everyday objects with much bravura. It is the beauty in all its facets, the power of the material, the gleam of the loving care we bestow upon it.

Poetry is in the breath of the building, the aroma that exudes from all its nooks, saturated by the sweat of generations, polished and worn by use, embraced in the memory and ill-treated in the exchange.

Also the silence of rigidity, the emptiness and desolation, the secrets of the fates that are stored within your walls, are orchestras for the vibrations, which you are powerless to subdue.

A corpse circulates horror among its nearest and dearest, paralysing the senses with its depiction of our own mortality. We are all so much alike. Death only visits those who love.

Tougher than flesh is the bone, the bedrock.

Once divided and cleft, despite careful layering, you are struck and sorely weakened, since only in evolved structures can you find strength and sound footing.

My whirlwind bride, your veil dies away with malice and loathing. You have choked on my artlessness.

I cannot believe that the fractured earth, artistically clustered, can become more than that which nature drives up from the humus.

There were times, when one tried with all strength of mind to do better, more beautifully, without affronting nature.

Today, for her sake, we barely raise concern, we have refuelled with arrogance, sloshed away our spirit, defiled the crust of the earth and treated her like a rubbish heap.

He who has preserved the primeval urge to conquer this world, who can meet rain and cold with cunning, who appreciates all this to the full, he can understand, that building an abode is a primitive urge that needs no reinvention.

The cloth, that covers your skin, that wicks the sweat, and keeps the body warm is an embarrassing surrogate pelt. Nakedness as punishment for vanity is without doubt defied by man against all reason of nature.

Now he warms his shivering skin and he decorates it withal, he covers its blemishes and the creases of age, powdering over the distress of the day.

The second skin, the dress, and the third, the walls, the house, have similar sense and significance. Who wishes to dress to the disadvantage of their looks, who wishes to demonstrate clumsiness by living in wooden huts?

The house is a commodity for the body and the spirit. Should it ill meet the needs of one of these parts, the other will wither, too, and die away, to the shame of your species.

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Elevate architecture into the sphere of poetic radiance, where you live dreams of which you never tire, where astonishment is not supplented by fright, where that which is built accompanies our environment with grace, where its language does not offend us, where the mastery of its craftsmanship defys weather and time and outlasts generations, where its beauty is useful...

Von der Poesie des Bauens

Es kann erst dann von Architektur gesprochen werden, wenn das Bauwerk über das Nützliche hinaus geformt wurde ...

Die Poesie ist nicht nur dieses fremdartige Lächeln, das mit viel Bravour aus den sterilen Nutzobjekten herauszulocken ist. Sie ist die Schönheit in all ihren Facetten, die Kraft des Materials, der Glanz der Pflege, die ihr zuteil wird.

Die Poesie ist der Atem des Hauses, der Geruch, der aus allen Falten quillt, getränkt mit dem Schweiß von Generationen, poliert und verschlissen durch den Gebrauch, gehätschelt in der Erinnerung und geschunden durch den Tausch.

Auch die Stille der Starrheit, die Leere und Verlassenheit, das Geheimnis der Schicksale, die deine Wände speichern, sind Klangkörper für Schwingungen, die zu zähmen du nicht vermagst.

Eine Leiche verbreitet Entsetzen unter den Nächsten des Verblichenen, lähmt die Sinne durch die Verbildlichung eigener Vergänglichkeit. Man gleicht einander so sehr. Der Tod trifft nur jene, die sich lieben.

Zäher als Fleisch ist der Knochen, das Gestein.

Einmal zerteilt und gespalten, trotz sorgsamer Schichtung, bist du getroffen und empfindlich geschwächt, denn nur im gewachsenen Gefüge findest du Kraft und Halt.

Meine Windsbraut, dein Schleier erstirbt in Bosheit und Ekel. Du hast dich verschluckt an meiner Unschuld.

Ich kann nicht glauben, daß aus gebrochenem Erdmaterial durch kunstvolle Häufung mehr werden kann als das, was die Natur aus dem Humus treiben läßt.

Es gab Zeiten, da versuchte man mit aller Geisteskraft, ein Besseres, Schöneres zu tun, ohne die Natur zu beleidigen.

Heute werden ihr zuliebe kaum mehr Bedenken erhoben, man hat Arroganz getankt, den Geist verspritzt, die Erdkruste geschändet und sie wie einen Müllhaufen behandelt.

Wer sich den Urdrang, diese Welt zu bezwingen, erhalten hat, wer dem Regen und der Kälte mit List zu begegnen weiß, wer all das überhaupt noch wahrnimmt, der kann verstehen, daß das Bauen einer Behausung ein Urtrieb ist, den es nicht neu zu erfinden gilt.

Das Tuch, das deine Haut bedeckt, den Schweiß aufsaugt und des Körpers Wärme hält, ist nur ein peinlicher Ersatz für das Fell.Die Nacktheit als Strafe für Eitelkeit ist ohne Zweifel vom Menschen gegen alle Vernunft der Natur ertrotzt.

Nun wärmt er seine frierende Haut und schmückt sie zugleich, verhüllt die Gebrechen und die Altersfalten, überpudert die Not des Tages.

Die zweite Haut, das Kleid, und die dritte, die Wände, das Haus, haben ähnlichen Sinn und Bedeutung. Wer will sich zu seines Aussehens Nachteil kleiden, wer sein Ungeschick durch eine Barackenbehausung demonstrieren? Das Haus ist ein Gebrauchsgegenstand für den Leib und für den Geist.

Richtest du es schlecht für eines dieser Teile, so siecht auch das andere dahin und erstirbt, zur Schande für dein Geschlecht.

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Architektur in den Bereich poetischer Ausstrahlung heben, wo du Träume lebst, deren du nicht müde wirst, wo das Erstaunen nicht von Schrecken abgelöst wird, wo Gebautes würdevoll unseren Lebensraum begleitet, dessen Sprache uns nicht beleidigt, dessen handwerkliche Meisterschaft der Witterung trotzt und Zeit und Generationen überdauert, dessen Schönheit nützlich ist...