On my artistic works

Besides my work as an architect, I derive untold pleasure from immersing myself in the poetic sphere of visual expression.

Finally freed from the constraints of functional justification. Finally relieved of the burden of constructional frameworks.

No client, no principal, no specialist consultant, no knowall scrutinises your every pen stroke, or robs you of your pen, only to arrogantly inscribe his own identity problems into your work.

With his tampering in your architectural drawing, he compensates for his own creative impotence.

Here there is no orderer and no paymaster, nobody to whom I would have to justify any decision. Here I can dispense with all acknowledgement and every success.

With my dreams, I do not wish to quarrel, nor convince or amaze anyone, nor show off or boast power.

These works one can only love but never hate; like bookmarks or hand warmers, one always carries them around ...

The themes of architectural and urban design, which so dramatically portray the visible cultural bearings of our cities, these themes ignite my passion, as the physical presence of the built environment has the potential to cause real damage to man. one must fight against stupidity and ugliness in the public space.

I cultivate flowers that never wilt, I dress dolls whose breath is never held, whose movements never flag.

Here I breath the fragrance of the colours, the walls soften into immeasurable dimensions.

Here geometry stretches like lung tissue; here bodies shed their skin and transform like larvae.

Here where love and suffering is as blissful as it is exhausted; sputtered is the cry of pleasure and rattle of death.

I wish to round it off, this human fate, to tame the hatred that bears such endless misery, this world which adorns itself with every spherical splendour, all the while shaking its crust and unleashing furious breath, so that whole genera bleed to death.

I do not understand the meaning served to you daily from this brew of beauty and ugliness, life and destruction. You sit motionless before this theatre, drawing your desperation deep inside and stammering your powerlessness into the din of the day.

Don't be too curious, the sun is blinding, the shade levels the depths; the day sinks and imbues your senses.

The silence of the picture themes with which I decorate my evenings is the space of my creation.

Zu meinen bildnerischen Arbeiten

Neben der Tätigkeit als Architekt ist die Vertiefung in die poetische Sphäre der bildnerischen Darstellung eine ungeheure Beglückung.

Endlich fällt der Zwang des funktionellen Nachweises. Endlich weicht die Last des konstruktiven Gerippes.

Kein Bauherr, kein Auftraggeber, kein Sonderfachmann und kein Besserwisser beugt sich mißtrauisch über jeden Strich oder entreißt dir die Feder, um deinem Werk mit stilloser Überheblichkeit seine Identitätsprobleme aufzuzwingen.

Mit dem Hineinpfuschen in deine Architekturzeichnung kompensiert er seine Unfähigkeit zum schöpferischen Akt.

Aber hier gibt es keinen Besteller und keinen Bezahler, niemanden, dem ich über irgendeine Entscheidung Rechenschaft abzulegen hätte. Hier kann ich auf jede Anerkennung, auf jeden Erfolg verzichten.

Mit meinen Träumen will ich nicht hadern, niemanden überzeugen oder verblüffen, nicht mit Kraft protzen oder prahlen.

Diese Werke kann man nur lieben, aber nicht hassen; man trägt sie wie Bucheinleger oder Handwärmer mit sich herum...

Die Themen der architektonischen und städtebaulichen Gestaltung, die dramatisch das sichtbare Kulturgebaren unserer Städte zeichnen, diese Themen entzünden meine Leidenschaft, denn die gebaute Umwelt kann dem Menschen durch ihre physische Präsenz reellen Schaden zufügen. Gegen Dummheit und Häßlichkeit im öffentlichen Raum muß man kämpfen.

Hier züchte ich Blumen, die nie welken, bekleide ich Puppen, deren Atem nicht stillsteht, deren Bewegungen nicht erschlaffen.

Hier duftet die Farbigkeit, weichen die Wände in unmeßbare Dimensionen.

Hier weitet sich Geometrie wie Lungengewebe, hier schälen sich Körper und verändern sich wie Larven.

Hier ist Lieben und Leiden ähnlich verklärt wie erschöpft, zerstäubt der Lustschrei wie das Todesröcheln.

Ich möchte es abrunden, dieses Menschengeschick, den Haß zähmen, der so unendliches Elend gebiert, diese Welt, die sich mit allem sphärischen Glanze schmückt und dabei ihre Hautkruste erzittern und ihren Atem wüten läßt, daß ganze Geschlechter daran verbluten.

Ich versteh' nicht den Sinn, der aus dem Gebräu von Schönheit und Häßlichkeit, Leben und Zerstörung dir täglich serviert wird. Du sitzt regungslos vor diesem Theater und saugst deine Verzweiflung in dich hinein und stotterst deine Ohnmacht in den Tageslärm.

Sei nicht zu neugierig, die Sonne blendet, der Schatten ebnet die Tiefen, der Tag versinkt und tränkt deine Sinne.

Die Stille der Bildthemen, mit denen ich meine Abende schmücke, ist der Raum meiner Erschöpfung.